Finn Laichinger gewinnt bei der Jugend-EM Silber im Cross-Country und Bronze mit der Staffel
Lina Baldauf und Liam Bessal vom Lexware Mountainbike Team erkämpfen sich jeweils Staffel-Bronze / Maxi Strittmatter siegt im Short Track der Frauen beim Ultra Bike in Kirchzarten
Im Nachwuchssport ist die Begeisterung und Unterstützung der Eltern unerlässlich: Zwischen 17 und 20 Stunden waren sie mit den Autos unterwegs nach Cheile Gradistei in Rumänien. In dem Sport-Resort in den Karpaten auf 1300 Metern Höhe, wo 2024 die europäischen Mountainbiketitel von der Klasse U19 bis zur Elite vergeben wurden, ermittelten am Wochenende die Jugendlichen bei der Kontinentalmeisterschaft ihre Besten. Finn Laichinger (Foto oben/rechts) vom Lexware Mountainbike Team wurde im Cross-Country-Rennen der 13-Jährigen Vizeeuropameister. Die U15-Lexware-Staffel mit Finn, seinem Teamkollegen Liam Bessal (Foto oben/links) und der Gaststarterin Sita Heiny (Foto oben/Mitte) vom RSV Hochschwarzwald sicherte sich die EM-Bronzemedaille. Gleiches gelang Lina Baldauf vom Lexware Team in der Klasse U17 mit den Gastfahrern Colin Rieß (TSV Neckartenzlingen) und Benjamin Huber (RSV Götting Bruckmühl).
Jugend-Europameisterschaft U15: “Es war ein tolles Gefühl, mit Sita und Liam die Bronzemedaille zu gewinnen” Die ersten Entscheidungen bei der Europameisterschaft der 13- bis 16-Jährigen in Cheile Gardistei fielen in der Staffel (XCR). Liam Bessal startete an Position eins des U15-Lexware-Teams, anschließend folgten Sita Heiny und Finn Laichinger. “Leider gab es nach dem Massenstart durch die Streckenführung schnell einen Stau, in dem ich drinsteckte und mein Rad schieben musste”, erzählt Liam, “Sita und Finn konnnten anschließend aber wieder Zeit aufholen”. Gastfahrerin Sita Heiny zeigte an Position zwei ein famoses Rennen, ebenso wie Finn Laichinger am Schluss: “Meine Runde lief richtig gut, ich konnte mit der zweitschnellsten U15-Zeit des Tages noch einmal wichtige Sekunden für unser Team gutmachen”, sagt der 13-jährige Finn, “es war ein tolles Gefühl, zusammen mit Liam und Sita die Bronzemedaille zu gewinnen”.
Im Cross-Country-Rennen der 13-Jährigen entwickelte sich die Startrunde für Finn wenig verheißungsvoll, er verlor viele Positionen. Seine Moral war dennoch intakt: “Ich bin nicht gut ins Rennen reingekommen. Ich habe aber versucht, ruhig zu bleiben und konnte mich Runde für Runde wieder nach vorne arbeiten”, erzählt er, “mit jeder Runde haben sich meine Beine besser angefühlt und ich bin sehr glücklich, am Ende Vizeeuropameister geworden zu sein”.
Liam Bessal ging bei den 14-Jährigen von Startplatz 32 ins Cross-Country-Rennen. “Die Startphase war schwierig mit zwei Karambolagen auf den ersten 100 Metern, die ersten sind da schnell weg gewesen”, erzählt der 14-Jährige, der in Waltenheim im Elsaß zu Hause ist. Nach der Startloop lag Liam “irgendwo in den 40ern, ich habe dann auch noch Bauchkrämpfe bekommen und musste mich durchbeißen”. Trotzdem konnte er noch einige Position gutmachen und kam als 36. ins Ziel. “Nicht das erhoffte Ergebnis” für das Talent aus Frankreich, “dennoch war die EM eine coole Erfahrung”.
Gaststarterin Sita Heiny vom RSV Hochschwarzwald war die überragende EM-Teilnehmerin in der Klasse U15. Sie setzte sich sowohl im Short Track (U15) und auch im Cross-Country-Rennen der 14-jährigen Mädchen durch. Großartig!
Jugend-Europameisterschaft U17: “Das Beste ist die Medaille. Eine Medaille bei der EM, einfach unfassbar” “Wir sind von Position zwei gestartet, das war richtig geil”, sagt Lina Baldauf vom U17-Lexware-Team zum Staffel-Wettbewerb. Die Einzelzeiten aus der Short-Track-Qualifikation (Time Trail) waren dafür herangezogen worden, “und weil wir da schnell waren, hatten wir diesen richtig guten Startplatz”. Gastfahrer Colin Rieß übergab im Staffelrennen an Position fünf zu Lina Baldauf. “Ich habe mich durchs Rennen gekämpft”, erzählt die 16-Jährige, “der Benni hat es als letzter Starter dann so richtig krachen lassen und ist völlig crazy auf den dritten Platz vorgefahren.” Der Schlüssel zum Gewinn der Bronzemedaille sei die Startaufstellung mit dem Mädchen in der Mitte und einem starken Fahrer am Schluss gewesen, während viele der anderen Staffeln das Mädchen an Position drei eingesetzt hatten.
Beim Cross-Country-Rennen stand Lina ebenfalls in der ersten Startreihe: “Ich bin nicht gut weggekommen und auf Position 20 zurückgefallen.” Anschließend fand sie ins Rennen rein und erreichte als Elfte das Ziel. Den Short Track einige Tage zuvor hatte sie auf Rang 16 beendet. “Ich bin mit meiner Rennwoche hier bei der EM richtig zufrieden”, sagt Lina, “das Beste ist die Medaille. Eine Medaille bei der EM, einfach unfassbar.”
Ultra Bike Kirchzarten: “War sehr cool, es herrschte gute Stimmung an der Strecke”Während die meisten Mitglieder des Lexware Mountainbike Teams ihren Fokus bereits auf die Europameisterschaft im Tessin gerichtet hatten, die Mitte der Woche am Monte Ceneri beginnt, nutzten der lange wegen einer Gehirnerschütterung pausierende Däne Mikkel Lose und die Juniorin Maxi Strittmatter die Startchance beim Ultra Bike im Dreisamtal zu einer Formüberprüfung.
Maxi Strittmatter (1. Platz Short Track der Frauen/40 km): “Ich bin sehr schnell angegangen, war frühzeitig alleine und habe meinen Vorsprung konitnuierlich ausgebaut. Auf der Strecke haben mich meine Eltern verpflegt. War sehr cool, es herrschte gute Stimmung an der Strecke und ich freue mich sehr über den Sieg. Am Tag davor hatten wir beim Nachwuchscup die Urkunden überreicht und heute waren viele Nachwuchsportler an der Strecke und haben uns angefeuert. Es war erst mein zweiter Marathon, vor zwei Jahren bin ich hier in Kirchzarten schon einmal den Short Track mitgefahren, aber damals eher entspannt.”
Mikkel Lose (Sechster im Marathon der Männer/75 km): “Es war mein erstes Rennen nach der Gehirnerschütterung und der damit verbundenen Wettkampfpause. Ich bin mit keinerlei Erwartungen reingegangen, es sollte mehr ein guter Trainingstag werden. Ich bin am Morgen mit leichten Halsschmerzen aufgewacht, dachte aber, dass es nicht wirklich was Schlimmes ist. Während des Rennens wurden die Beschwerden jedoch stärker und behinderten mich beim Atmen. Schwierig in einem Wettkampf. Deshalb bin ich das Rennen einfach nur zu Ende gefahren.”
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