Kein Happyend für das Lexware TeamElina Benoit wird bei der Mountainbike-Weltmeisterschaft in Italien in einen Sturz verwickelt und Paul Schehl erwischt nicht seinen besten Tag – er wird Sechster
September 2, 2026 12:23 pm
Die Cross-Country-Rennen am finalen Tag der Weltmeisterschaft in Val di Sole (Italien) standen für das Lexware Mountainbike Team unter keinem guten Stern: Im U23-Rennen der Frauen wurde die Schweizerin Elina Benoit, WM-Fünfte des Vorjahres, schon in der ersten Kurve von einer Konkurrentin “abgeräumt” und musste mit Verdacht auf Gehirnerschütterung aufgeben, der sich später bestätigte. Mehrere Fahrerinen waren in den Sturz verwickelt. Paul Schehl (Foto oben), der im U23-Rennen der Männer zu den Favoriten zählte, erwischte keinen optimalen Tag und wurde Sechster. “Klar bin ich enttäuscht. Rang sechs ist nicht das, wofür ich hierher gekommen bin”, sagt der 22-Jährige.
| Cross-Country U23: “Ich habe alles aus mir herausgeholt, am Ende hat es nicht gereicht” Paul Schehl ist das Cross-Country-Rennen der U23-Männer bei der WM im Trentino angegangen wie zuvor die erfolgreichen Weltcup-Wettkämpfe: schnell, dominant, gut positioniert. “Ich habe es in den ersten Runden probiert und bin richtig schnell gefahren und konnte die anderen ein bisschen leiden lassen”. sagt er. In der fünften von sieben Runden befand er sich nach wie vor in der vier Fahrer starken Spitzengruppe. Als er nach dieser Runde den Start-Ziel-Bereich passierte, wies er mit 15 Sekunden erstmals einen besorgniserregenden Rückstand auf, der in der vorletzten Runde auf 38 Sekunden anwuchs. “Ich habe alles aus mir herausgeholt, am Ende hat es aber einfach nicht gereicht”, sagt Paul, der im Ziel als Sechster nur 58 Sekunden hinter dem Sieger aus Frankreich lag. Das zeigt, wie rennentscheidend Kleinigkeiten sind und wie dicht in der Spitze die Besten beisammen liegen. “Ich habe kein schlechtes Rennen gemacht, ich war schnell, aber die anderen waren schneller”, sagt Paul und fährt fort: “Nach neun Weltcupsiegen wäre ein WM-Titel schön gewesen, denn so einfach wie dieses Jahr, wird es für mich nie wieder sein.” Ein bisschen Trost spendet, dass er den Overall-Weltcupsieg in der Klasse U23 “so gut wie sicher” hat, “da müsste schon ganz viel schiefgehen, dass das nicht klappt”. “Nach einem guten Start hatte ich ohne Grund eine komplette Blockade im Kopf”Auch der Amerikaner Nicholas Konecny, Khalid Sidahmed aus der Schweiz und Mikkel Lose (Dänemark), die abseits internationaler Meisterschaften für das Lexware Mountainbike Team starten, blieben im Cross-Country-Rennen der Klasse U23 hinter ihren Möglichkeiten zurück. Nicholas und Khalid kämpften lange um eine Top-15-Platzierung. “Ich bin gleich nach dem Start richtig tief gegangen, um an die Spitze heranzufahren”, erzählt Nicholas, “dafür habe ich Mitte des Rennens bezahlt: I blew up”. Rang 19 sei okay, “das ist ja eine Weltmeisterschaft, da sind die Besten am Start”, verdeutlicht er und ergänzt: “I am pretty happy with the whole week”. Er reist mit einer Staffel-Bronzemedaille und Rang fünf im Short Track aus Val di Sole ab. Khalid rätselt nach dem Rennen, das er auf dem 20. Platz beendete: “Nach einem guten Start hatte ich ohne Grund eine komplette Blockade im Kopf. Ich habe keine Worte dafür, spüre einfach nur pure Enttäuschung.” “Mein Plan war, das Rennen entspannt anzugehen und meine Position nach dem hektischen Start einfach zu halten”, erzählt Mikkel, “aber dann kam es zu diesem großen ‘crash’ und ich war direkt dahinter. Ich hatte aber Glück und stürzte nicht”. Nachdem der 21-Jährige aus Holte die Anfangs-Turbulenzen überstanden hatte, begann er seine Aufholjagd von Position 43 nach der Startloop: “Ich kam ganz ordentlich voran, es fühlte sich endlich wieder nach Wettkampf an”, sagt Mikkel. Mit Rang 23 sei er zufrieden “nach einer langen, sehr harten Zeit”. Nach einer Gehirnerschütterung hatte der Däne im Sommer mehrere Wochen pausieren müssen. |
| “Ich bin mega traurig, mega enttäuscht und mega wütend”Elina Benoit hat sich am Sonntag spät abends noch gemeldet, obwohl es ihr nicht gut geht. Hier der Wortlaut ihrer Nachricht: “Ich bin gleich nach dem Start gestürzt, es war aber nicht mein Fehler. Eine Fahrerin ist von hinten in mich reingefahren. Ich weiß nicht mehr genau, was dann passiert ist. Ich habe eine Gehirnerschütterung und war bewusstlos. Als ich wieder zu mir kam, lag ich neben der Strecke auf dem Boden und hatte Kopfschmerzen. Ich bin mega traurig, mega enttäuscht und mega wütend, dass mir so ein Unglück jetzt schon das zweite Mal in dieser Saison passiert ist. (Anm: Beim Weltcup in Nove Mesto war es das erste Mal) Ich war in guter Form, die Vorbereitung lief sehr gut, ich war locker und entspannt vor dem Start. Ich habe mich so gefreut auf das Rennen, konnte aber leider nicht zeigen, was in mir steckt.” |
Follow






















